Zuerst einmal benötigen Sie einen Rassehund mit Ahnentafel. Diesen
bekommen Sie beim seriösen Züchter, der Ihnen auch gerne bei der
Auswahl des passenden Welpen hilft, denn ein Welpe der später mal
Ausstellungen besucht ist ja auch Werbung für den Züchter und die
beste Reklame für eine erfolgreiche Zucht. Ein guter Züchter wird
Ihnen auch bei der Wahl des passenden Welpen helfen, denn nicht
jeder Welpe aus einem Wurf hat auch den gleichen Charakter. Wählen
Sie einen selbstsicheren, neugierigen, aufgeweckten und frechen
Welpen.
Dieser hat die besten Voraussetzungen dem Ausstellungsstress
gewachsen zu sein.
Nach der Übernahme des Welpen vom Züchter sollten Sie dem Welpen
viele verschiedene Möglichkeiten bieten sich auf Hundeausstellungen
vorzubereiten, viele Menschen, viele verschiedene Hunde, Lärm und
Krach, das kann man ganz gut üben in dem man seinen Welpen auf
kleine Veranstaltungen mitnimmt. z.B. zum Flohmarkt, auf den
Bahnhof, mal zum Kindergarten, vor die Schule oder einfach mal mit
in den Baumarkt genommen, das finde ich immer eine tolle Übung.
Viele Menschen, verschiedene Böden, Krach und Lärm, natürlich nicht
alles auf einmal, sondern wohl dosiert.
Ein Hund der das von Anfang an gewöhnt ist bleibt später auch auf
einer Ausstellung gelassen.
Man kann seinen Hund / Welpen ungezwungen auf Ausstellungen
vorbereiten: Wenn man zuhause mal Besuch bekommt und der Hund kommt
zum Schmusen, bitten Sie Ihren Besuch doch einfach mal den Hund
überall anzufassen. Sie können beim Gassi gehen das Kommando "steh"
üben: Einfach mal stehen bleiben, "steh", streicheln. Das kann man
im Laufe der Zeit ausdehnen
bis der Hund auch einige Minuten stehen bleiben kann. Zähne
anschauen kann man zwanglos öfter mal tagsüber machen.
Es dauert nicht lang und der Hund guckt gelangweilt weil Sie schon
wieder Zähne gucken wollen. :O) Ebenso sollte der Hund gelernt haben
Fuß zu gehen, dies erleichtert das Gehen (laufen) im Ring ungemein.
Es ist nicht gut wenn ein Hund ständig von rechts nach links zieht
oder seinen Besitzer hinter sich herzieht.
Die Leine
Im Ring wird der Hund an einer Vorführ- oder Schauleine geführt,
oder aber an einer normalen, aber recht dünnen Leine. Die Farbe
sollte zum Hund passen und nicht z.B. poppig pink sein.
Das Halsband und die Leine sollten so wenig wie möglich auffallen
und nicht vom Hund ablenken, als Beispiel: Ein glatthaariger Hund
mit langem Hals sieht zwar toll aus mit einem breiten Halsband, aber
der Ausstellungsrichter sieht dann nur ein breites Halsband und
nicht den wirklich schönen Hals des Hundes. Für große und schwere
Hunde wird oft ein Kettenhalsband vorgeschrieben.
Absolutes no go sind Stachelhalsbänder oder Haltis auf Ausstellung.
Die Kleidung
Die Kleidung des Ausstellers sollte natürlich ordentlich sein aber
auch zweckmäßig. Mit einem langhaarigen hellen Hund eine schwarze
Hose anzuziehen, die nur darauf aus ist alle Hundehaare zu sammeln,
macht sich im Ring nicht gut. Die Kleidung sollte auch nicht zu sehr
von der Farbe des Hundes abstechen. Denken Sie immer daran: Der Hund
sollte im Vordergrund stehen. Ganz besonders wichtig sind gute
Schuhe mit rutschfester Sohle, denn Hallenböden sind oft glatt, was
das um die Kurve laufen nicht einfach macht. Schon gar nicht mit
glatter Sohle und Hund an der Leine. Bedenken sie auch die An- und
Abfahrt zur Ausstellung. Sie sind möglicherweise viele Stunden
unterwegs und müssen sich wohl fühlen. Eine Ausstellung sollte in
erster Linie Spass machen.
Sie waren noch nie auf einer Hundeausstellung und sind ratlos?
Keine Sorge, ausstellen ist im Prinzip ganz einfach.
Wir haben versucht Ihnen die wichtigsten Tipps für eine gelungene
Vorstellung Ihres vierbeinigen Freundes zusammen zu stellen..
Ihr Hund sollte gesund, wohlgenährt und gepflegt zur Ausstellung
erscheinen. Aber das ist er ja das ganze Jahr über – bei Ihrer
tollen Pflege!
Denken Sie daran, Ihren Hund mitzunehmen, Wassernapf, eine Decke,
die Leine
und eventuell ein paar Leckerli (bitte nicht während des Bewertens
im Ring füttern!)
Und packen Sie eine ordentliche Portion Geduld ein. Hektik überträgt
sich auf den Hund und dann läuft er nur noch halb so toll wie
draußen auf der Wiese.
Was muss Ihr Hund können?
Um eine harmonische Präsentation Ihres Hundes im Vorführring zu
erreichen, soll der Hund im Trab neben Ihnen laufen. Stimmen Sie
Ihre Geschwindigkeit auf die des Hundes ab bzw. motivieren Sie Ihren
Hund, wenn er nicht flott laufen möchte. Das geht am besten zuhause
beim Üben mit Leckerli oder dem Lieblingsspielzeug. Vermeiden Sie
wüste Galoppsprünge, auch wenn Sie noch so lustig sind und halten
Sie immer Abstand zu allen anderen Hunden.
Achten Sie darauf, dass der Hund innen läuft, der Richter also den
Hund gut beobachten kann.
Ihre Anmeldung
Sie müssen Ihren Hund spätestens zu dem in den
Ausstellungsunterlagen ersichtlichen Meldeschluss beim
Zuchtschauleiter angemeldet haben. Sollten Sie die
Ausstellungsunterlagen
der Schau nicht haben, können Sie auch den "Neutralen Meldeschein"
des Vereins benutzen.
Wichtig ist, dass Sie notwendigen Daten deutlich lesbar
aufgeführt sind.
In welcher Klasse melde ich meinen Hund?
Dies ist abhängig vom Alter Ihres Hundes.
Jüngstenklasse 6 – 9 Monate
Jugendklasse 9 – 18 Monate
Offene Klasse ab 15 Monate
Veteranenwettbewerb: ab vollendetem 8. Lebensjahr.
Meldungen in die Championklasse, die Gebrauchshundeklasse und in die
Ehrenklasse sind nur mit dem dem Nachweis der Arbeits- bzw.
Schönheitstitel möglich.
Abstammungsnachweis (Ahnentafel)
Erforderlich ist eine gültige und anerkannte Ahnentafeln Ihres
Lieblings.
Nehmen Sie vorsichtshalber immer eine Kopie der Ahnentafel mit zur
Ausstellung, damit Sie gegebenenfalls die Abstammung nachweisen
können.
Impfpass
Der Impfpass muss auf den Namen Ihres Hundes lauten, Ihre Adresse
enthalten und die geforderten Impfungen mit Stempel des Tierarztes
nachweisen.
Gefordert sind Tollwut und SHLP (Staupe, Hepatitis, Leptospirose und
Parvovirose).
Zwischen dem Impftermin und der Ausstellung sollen maximal 365 Tage,
also ein Jahr und mindestens 30 Tage (1 Monat) liegen.
Also zusammengefasst benötigen sie die Kopie der Ahnentafel, den
Impfpass
den Nachweis Ihrer Zahlung (z. B. Kontoauszug, Überweisungsquittung)
Und vergessen Sie Ihren Hund nicht.
Was brauchen Sie sonst noch?
Jetzt müssen Sie für Ihr eigenes Wohlbefinden sorgen. Was sind Sie
für ein Typ Mensch?
Der Camper...
braucht für sein persönliches
Wohlbefinden die komplette Familie, Campinggarnitur und den
Gaskocher. Kein Problem bei einer Open-Air-Veranstaltung. In der
Halle ist das nicht ganz so glücklich,
der Platz in der Halle lässt diese üppigen Ausdehnungen nicht zu,
das sei hier nur am Rande erwähnt.
Die Kaffeekränzchen...
gehen nicht zur Ausstellung ohne mindestens ein Blech Kuchen und
mehrere Kannen Kaffee vorbereitet zu haben. Diese Menschen neigen
zur Perfektion. Vom Süßstoff bis zur Kaffeesahne fehlt hier nichts.
Schön: Außenstehende kommen oft in den Genuss, dass sie auch etwas
abbekommen. Denn großzügig sind die Kaffeekränzchen-Typen allemal.
Der Puritaner...
geht auf die Ausstellung und hat gerade mal den Hund und seine
Papiere dabei. Zu Essen gibt's vom Kiosk, der Hund schnorrt an allen
Industrieständen. Wasser holt man sich im Vorbeilaufen bei den
"Großen", da sind die Schüsseln so schön breit.
Beim Nachhausegehen schimpft er auf die unverschämten Preise für
Essen und Trinken in der Halle.
Der Rationalist...
hat einen Rucksack dabei, den er aufklappen kann zu einem
Campingstuhl. In dem
Rucksack sind die von Muttern geschmierten Stullen und der
aufblasbare Trinknapf für Fiffi.
Eine Flasche Wasser aus dem heimatlichen Wasserreservoir ist auch
dabei, schließlich soll sich Fiffi ja nicht die Krätze holen. Für
Papa gibt's eine Flasche Sprudel, aber still, wegen der Blähungen.
Als Decke nimmt man Herrchens Lederjacke. Wer sagt, dass man zu
Ausstellungen so viel Zeug braucht?
Der Zu-spät-gekommene...
hat gar nichts dabei. Weder Papiere, noch Impfpass, noch Hund. Ist
dann stinkend sauer, weil man ihn nicht mehr bewerten kann. Dumm
gelaufen.
Der Nörgler...
nimmt grundsätzlich einen Notizblock mit, um alle Missstände und
Kritikpunkte sofort aufzuschreiben und sich zu Beschweren.
Der Gewinner...
kommt mit seinem Hund und einem großen Rollwagen. Er räumt alles ab,
was er kriegen kann. Er ist an diesem Tag der am meisten
fotografierte, der am öftesten interviewte – und der, den alle
anderen hassen wie die Pest.
So jetzt wissen Sie das Notwendigste, alles andere kommt mit der
Übung und denken Sie dran:
GEWINNEN kann immer nur ein Hund. Seien Sie nicht traurig, wenn Ihr
Hund nicht wunschgemäß abschneidet. Auch ein Hund hat mal einen
schlechten Tag
und kann heute "vorzüglich" und morgen nur "gut" sein.
Auch Ausstellungsrichter können ganz unterschiedlicher Meinung sein,
denn was dem einen gefällt, gefällt dem anderen noch lange nicht.
Wahrscheinlich kommt der Spruch "Schönheit liegt im Auge des
Betrachters" von den Hundeausstellungen. :O)
Ausstellungsrichter vergeben Formwerte (Formwerte bewerten lediglich
das äußere Erscheinungsbild eines Hundes) Ein Vorzüglich V1 kann nur
einem vorzüglichen Hund zugeteilt werden, einem Hund der dem
Rassestandard sehr nahe kommt. Ein "sehr gut" kann nur einem sehr
guten Hund zugeteilt werden usw.
Aber unabhängig von der Bewertung sollte Ihr Hund für Sie immer der
schönste und beste sein, denn es ist IHR Hund.
