Der Amerikanische Collie

Amerikanischer weißer Collie

Der weiße Collie ist ebenso gesund und munter wie alle anderen Farbschläge. Auch von Queen Viktoria ist bekannt, dass sie weiße Collies gehalten und gezüchtet hat.

 Die FCI hat Ende der 60´er Jahre den Mitgliedsländern die Wahl gelassen nach welchem Standard sie züchten und auf Ausstellungen richten wollen. Deutschland entschied sich für den Englischen Rassestandard, der die Farbschläge weiß nicht mehr enthält (warum weiß keiner so genau). Amerika, Kanada, die Niederlande und Belgien haben mit Genehmigung der FCI den weißen Collie im Rassestandard belassen und züchten ihn auch unter der FCI.

 Es gibt ihn aber auch in Deutschland, in dem Fall wird er nicht unter dem Dachverband der FCI gezüchtet, sondern unter dem zweitgrößten Dachverband in Deutschland, der UCI und seinen angeschlossenen Vereinen. Dieser Dachverband erkennt den original amerikanischen Rassestandard mit seinen 8 Farbschlägen an.

 Der amerikanische Collie-Typ ist 61-66 cm groß und wird bis zu 30 kg schwer. Er hat eine etwas andere Gesichtsform mit leicht breiterem Unterkiefer und weniger deutlich ausgeprägtem Stop so kommt eine schöne Keilform zustande. Man kann das glatte Ober- und Unterfell deutlich unterscheiden, auch ist das Unterfell weniger üppig und neigt daher nicht so sehr zur Verfilzung, einfach vom Typ her mehr der alte Lassie. Des weiteren erlaubt der amerikanische Standard noch weitere Farbschläge außer den drei Farbschlägen: zobel-weiß (sable-white), tricolor (überwiegend schwarz-weiß mit tan) und blue-merle, diese  Farben natürlich mit den üblichen weißen Abzeichen als Halskrause, Rutenspitze, Brust, Läufe, Bauch und Blesse. Weiter erlaubt der amerikanische und kanadische  Standard aber auch die Farbe weiß, das heißt der Collie ist am Körper vorwiegend weiß, hat dann den  typisch gezeichneten Colliekopf mit sabel, black-tan, blue-merle oder sable-merle und wird erst hinter der typischen Halskrause überwiegend weiß. Flecken (Spots) sind dabei durchaus möglich und erlaubt. Ganz deutlich anmerken möchte ich hier, dass der amerikanische weiße Collie eine Farbvarietät ist und nicht zu verwechseln mit der unerlaubten Merle-mal-Merle Verpaarung. Die meisten weißen Collies in Deutschland haben ihren Ursprung in Amerika. Sie wurden irgendwann von Züchtern aus Amerika nach Deutschland gebracht.

Wahrscheinlich heißt er auch deshalb Amerikanischer weißer Collie. Besonderst festhalten möchte ich das der weiße Collie keine eigne Rasse ist und das ist auch gut so er ist ,er ist nur eine Farbvariante des amerikanischen Collies die im vergleich zu den anderen Farben ehr selten in würfen vorkommt. Würde man jetzt nur mit dem Weißen Collie züchten wäre der Genpool in recht kurzer Zeit zu klein zu eng ,das kann und sollte nicht das Ziel sein, je größer der Genpool desto besser und gesünder die Rasse. Der Amerikanische Collie ist eine sehr gesunde Rasse und so sollte es auch bleiben.

 

Der Charakter:

Die Amerikaner erkannten recht früh, dass sie die Hüteeigenschaften des Collies mit seinem bellfreudigen, nervösen Wesen nicht mehr brauchten und wollten statt dessen Ausstellungshunde und alltagstaugliche Familienhunde.

Ich beschreibe hier mal den Charakter von unserer Hündin Stella, die für mich das typische Wesen des Amerikanischen Collies hat.

Sie ist Wesensfest, verfügt über eine sehr hohe soziale Kompetenz, kommt mit jedem anderen Hund aus, ist immer zu jedem freundlich, und wenn der Fremde sie streichelt bleibt sie gerne noch ein bisschen länger. Sie ist absolut zuverlässig, liebevoll und sanft gegenüber Kindern und auch im Umgang mit ihnen. Sie ist sehr schlau, sensibel und leichtführig. Einmal gelerntes hat sie schnell gefestigt, sie hat ein ausgewogenes Temperament.

Jagdtrieb besitzt Stella nicht. Sie ist sehr anhänglich und achtet immer darauf in der Nähe ihrer Familie zu sein. Neue oder fremde Situationen meistert sie neugierig und offen.

Im Haus ist sie ruhig und angenehm, meistens liegt sie in der Nähe ihrer Menschen und beobachtet was um sie herum passiert. Sie bellt wenig, ist kein Hund der bei Allem und Jedem anschlägt.

Sie möchte ihrem Besitzer gefallen und ist ein Freund der leisen und zärtlichen Worte.

Ein Hund für alle Felle :O)

 

Die Pflege :

Viele Menschen die zu uns kommen denken immer der Collie mit seinem langen

Fell braucht sehr viel Pflege. Dem ist nicht so. Regelmäßiges Bürsten alle ein /zwei Wochen reicht, natürlich genießt er das Bürsten auch öfter, besonders sollte man auf die zarten Haare hinter den Ohren achten. Der Amerikanische Collie ist nicht so pflegeintensiv wie es den Anschein hat wenn man ihn mit seiner wunderschönen Haarpracht sieht.

Er verliert das ganze Jahr über wenig bis keine Haare, nur einmal im Jahr meist im Frühjahr wirft er die Haare ab.

In dieser Fellwechsel Zeit sollte man dann ein wenig öfter bürsten, und schnell ist die Zeit vorüber.

Oft werde ich auch danach gefragt wie oft wir die Hunde baden damit sie so schön weiß aussehen. Meist nur ein bis zweimal im Jahr, das Colliefell hat einen hohen Fettanteil.

Wenn sich unsere Collies mal einsauen, durch nasse Felder rennen und nicht mehr weiß sondern eher braun sind und sie später getrocknet sind, ist das Fell wie von Geisterhand wieder weiß. Der Dreck trocknet, fällt ab und unser Collie ist wieder weiß :O)

 

Die Erziehung muss immer sehr liebevoll, geduldig und dennoch konsequent sein. Collies sind sehr schlaue Hunde sie lernen gerne und schnell, von Anfang an sollte man sich überlegen: Möchte ich dass mein Collie auf dem Sofa liegt oder nicht? Wo soll er fressen, was soll er lernen usw., die Grenzen die man setzt sollte man auch vertreten. Seid im Umgang mit Eurem Hund immer voller Vertrauen und absolut ehrlich. Das Vertrauen und die Liebe die Ihr eurem Hund gebt bekommt ihr 100% zurück.

Erziehungsmethoden die Gewalt, oder Einschüchterung beinhalten sind grundsätzlich abzulehnen, da eine gute Beziehung ausschließlich durch gegenseitiges Vertrauen entstehen kann.